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Elementares Wissen: Alles, was du über Gold wissen musst!

May 9, 2023 | Lesedauer: 6 Minuten
Autor: Lena Deimann | 4 Kommentare | oacsspl

Wer kennt es nicht? Gold – Das wohl bekannteste Edelmetall, welches aufgrund seiner warmen, satten Farbe und seinem Wert seit Jahrhunderten absolut begehrenswert ist.
Es zählt zu den ersten Edelmetallen, die vom Menschen bearbeitet wurden und diente in vielen Kulturen zur Herstellung von rituellen Gegenständen. Auch in der Medizin fand Gold Verwendung, zum Beispiel als Zahngold. Das Edelmetall wurde früh als Zahlungsmittel und als Wertanlage verwendet, weshalb die Gier nach Gold bei vielen immer größer wurde und so manche Seelen in den Wahnsinn trieb.

Noch heute wird das kostbare Metall gerne als Wertanlage genutzt, doch am häufigsten findet Gold seine Verwendung in der Schmuckindustrie. Seine Schönheit und Seltenheit machen es zu einem hoch geschätzten Material für die Herstellung von außergewöhnlichen Schmuckstücken, die von Generation zu Generation weitergegeben werden können. Es ist ein weiches, dichtes Metall, das sehr formbar und dehnbar ist, wodurch es leicht in verschiedene Formen gebracht werden kann. In der Chemie wird das Element Gold mit dem Symbol “Au” abgekürzt, welches von dem lateinischen Wort “Aurum” abgeleitet wurde. Das Symbol findet man ebenfalls in Goldschmuck, was die Echtheit des Schmuckstücks bestätigt. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn es kann immer wieder zu Fälschungen kommen, weshalb man lieber seinen Schmuck bei einem seriösen Händler kaufen sollte.

Neben dem klassischen “Au” -Symbol steht in Gold-Schmuckstücken eine Zahl, die für Reinheit des Goldes steht und als Legierung bezeichnet wird. Historisch wird Gold in Karat angegeben. Diese Maßeinheit ist vor allem in den USA sehr bekannt, jedoch wurde sie in vielen anderen Ländern (darunter auch in Deutschland) auf Promilleangaben umgestellt. Wenn man beispielsweise die Zahl 750 in einem Schmuckstück findet, bedeutet das, dass das Metall von 1000 Gewichtsanteilen 750 Anteile reines Gold enthält. Die bekanntesten Legierungen in Deutschland sind 750 (18 Karat), 585 (14 Karat) und 333 (8 Karat).
Von Land zu Land werden verschiedene Legierungen favorisiert. So trägt man in Thailand, China oder Indien gerne Schmuck aus reinem Feingold (24 Karat), da es dort als besonders wertvoll angesehen wird. Leider hat Feingold den Nachteil, dass es extrem weich ist und sich deshalb schnell verformt. In den USA ist aufgrund der kühleren Farbe und der Härte eine 585-Legierung beliebt, während in England 375-Legierungen üblich sind.

Wie wird Gold auf Echtheit geprüft?

Je nach Alter des Schmuckstücks kann es vorkommen, dass keine Stempel mehr zu erkennen oder vorhanden sind. Das bedeutet nicht, dass es sich nicht um echtes Gold handelt. Wie kann man also seinen Goldschmuck auf Echtheit prüfen?
Die älteste Methode, Gold zu prüfen ist einfach, auf das Metall zu beißen und zu schauen, ob ein Zahnabdruck hinterlassen wurde. Davon raten wir aber ab, denn es gibt viele weiche Edelmetalle, die Bissabdrücke hinterlassen können. Abgesehen davon hinterlässt man einen unschönen Abdruck in seinem Schmuckstück.

Der erste Schritt, um Gold auf Echtheit zu prüfen, ist ein Magnettest. Gold ist nicht magnetisch und dürfte keineswegs an einem Magneten haften. Trotzdem ist ein Magnettest nicht ausschlaggebend, um die Echtheit des Goldes zu bestätigen.
Eine weitere Methode ist der Abriebtest. Dazu benötigt man ein unglasiertes Keramikstück, auf dem man das Goldstück über die Oberfläche reibt. Echter Goldschmuck hinterlässt immer einen gelblichen Streifen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man die geliebten Schmuckstücke zum Juwelier bringen. Dieser kann mit Hilfe eines Säuretests die Echtheit des Goldes zu 100% bestätigen.
Wir bei ALTHERR haben ebenfalls die Möglichkeit, Goldschmuck auf Echtheit zu prüfen. Unsere Fachberater*innen aus unserer Goldschmiede in Köln bieten eine exklusive Beratung, wenn es um deine Schmuckstücke geht.

Kleiner Goldbarren aus Feingold positioniert auf einer Schatulle, die auf ein hellbraunes Satintuch dekoriert wurde
Bildquelle: Pixabay

Wie wird Gold legiert?

Die klassische Goldlegierung besteht aus den Metallen Gold, Silber und Kupfer. Die Edelmetalle werden miteinander vermischt, um Gold stärker und haltbarer zu machen und um ihm eine gewisse Farbe zu verleihen. Die geläufigsten Goldfarben sind Gelbgold, Weißgold und Rosé- beziehungsweise Rotgold. Um Rosé- oder Rotgold zu erhalten, wird der Kupferanteil erhöht und um Weißgold zu kreieren wird das Gold mit Palladium und Silber gemischt. Weißgold wurde damals als kostengünstiger Ersatz für Platin entwickelt, jedoch ist es mittlerweile teurer als Platin aufgrund des Palladium-Anteils. Palladium gehört ebenfalls zu den Edelmetallen und hat eine gräuliche Farbe, weshalb viele Schmuckstücke aus Weißgold leicht gräulich wirken. Richtig weiß wird Weißgold durch den Überzug mit Rhodium, einem Platin-Nebenmetall. Dieser Überzug kann sich über die Jahre abnutzen. Damit die weiße Farbe beständig bleibt, sollte man regelmäßig seinen Weißgoldschmuck neu rhodinieren lassen. Aber auch Rhodium wird immer teurer, wodurch der Preis für Weißgold in die Höhe getrieben wird.

Niessing Trauringe in 10 verschiedenen Goldtönen
Bildquelle: NIESSING

Mittlerweile sind den Goldfarben keine Grenzen mehr gesetzt. Das Farbspektrum von unterschiedlichen Legierungen reicht von warmen Gelbtönen über hellrosa und silberweiß bis hin zu hellgrün oder champagnerfarben. Ein gutes Beispiel für eine außergewöhnliche Farbvielfalt ist die Schmuckmarke Niessing, die mit über 13 verschiedenen Goldtönen, die in der hauseigenen Manufaktur hergestellt werden, atemberaubende Schmuckstücke in höchster Qualität kreiert.

Wie kann man Goldschmuck richtig reinigen?

Damit Goldschmuck lange seinen Glanz bewahrt, sollte man ihn auch richtig pflegen. Auch wenn es bequemer ist, den Schmuck immer am Körper zu tragen, schadet man ihm damit mehr als man denkt. Durch Reibungen und Stöße entstehen unschöne Kratzer und Dellen und durch die ständige Körperwärme kann sich das Edelmetall auch gerne mal verformen.
Aus diesem Grund gehört Goldschmuck während des Sports und während man schläft definitiv in ein Schmuckkästchen.

Kosmetikprodukte wie Cremes, Make-Up oder Parfüm setzen sich gerne in Schmuckstücken ab und lassen Steine und Edelmetalle stumpf wirken. Putzmittel sollten ebenfalls nicht mit Goldschmuck in Berührung kommen, da diese dem Material äußerst schaden können.
Um oberflächlichen Schmutz von seinen geliebten Schmuckstücken zu entfernen, genügt ein Goldputztuch oder lauwarmes Wasser und etwas Spülmittel. Mit einer weichen Zahnbürste kann man auch in kleinere Ecken gelangen.
Von weiteren Hausmittel-Tricks raten wir strengstens ab, denn bei falscher Anwendung kann die Oberfläche des geliebten Schmuckstücks ganz schnell beschädigt werden.

Je nach Legierung kann Gold anlaufen und im Laufe der Zeit seine Farbe verändern. Dies passiert aber nur bei niedrig legierten Schmuckstücken. Nichts desto trotz sollte Goldschmuck, wenn er nicht getragen wird, sicher in einem Schmuckkästchen verwahrt werden, da Luftfeuchtigkeit und direkte Sonneneinstrahlung das Verfärben des Edelmetalls begünstigen. Zudem ist der Schmuck vor Kratzern oder anderen äußeren Einflüssen bestens geschützt.

Um Goldschmuck gründlich und professionell reinigen zu lassen, bringt man ihn am besten zum Juwelier des Vertrauens. Dieser überprüft dabei die Schmuckstücke und erkennt frühzeitig, ob Schäden vorhanden oder Reparaturen nötig sind. Zudem kann der Goldschmuck beim Juwelier poliert werden. Das sollte aber auch nicht zu oft gemacht werden, da beim Polieren immer ein Abrieb entsteht. Die Schmuckstücke alle zwei Jahre polieren zu lassen, ist völlig ausreichend. Das Ergebnis einer Politur kann sich immer sehen lassen, denn der geliebte Goldschmuck sieht danach aus wie neu.

Bildquelle: NIESSING

So entsteht Gold

Die Entstehung von Gold ist für viele noch ein Rätsel. Es gibt einige Theorien, dass die Entstehung von Gold auf die Geburt von Sternen zurückzuführen ist. Im Inneren der Sterne findet eine Fusion von Atomkernen statt, bei der auch schwerere Elemente wie Gold entstehen können. Wenn ein Stern am Ende seines Lebens explodiert, wird das entstandene Gold in den Weltraum geschleudert und kann sich später in neuen Sternen oder Planeten wiederfinden.

Die Entstehung von Gold auf der Erde selbst ist jedoch um einiges komplexer. Die meisten Goldvorkommen auf der Erde sind das Ergebnis von magmatischen Prozessen. In den Tiefen der Erdkruste finden chemische Reaktionen zwischen heißen Flüssigkeiten und Gesteinen statt, die zur Bildung von Gold führen können. Diese Prozesse können Millionen von Jahren dauern und erfordern bestimmte geologische Bedingungen.

Bild einer Galaxie mit Sternen
Bildquelle: Pixabay

Eine andere Quelle für Gold sind Asteroiden und Kometen, die auf die Erde gestürzt sind. Diese Himmelskörper enthalten teilweise Gold und andere Edelmetalle und können bei einem Einschlag diese Metalle auf der Erde verteilen.
Die ersten Goldfunde auf der Erde gehen auf die Antike zurück, als die Menschen begannen, Gold als Schmuck und Währung zu nutzen. Heute wird das kostbare Edelmetall in verschiedenen Teilen der Welt abgebaut, wobei die größten Produzenten China, Australien, Russland und die USA sind.

Auch wir bei ALTHERR haben die Möglichkeit, deinen Goldschmuck wie neu aussehen zu lassen, dank unserer hauseigenen Goldschmiede in unserer Kölner Filiale. Unsere Fachberater*innen bieten dir eine exklusive Beratung, wenn es um die Aufarbeitungen deiner Schmuckstücke geht. Telefonisch erreichst du uns unter 0221 741782 oder schick uns gerne eine E-Mail an [email protected]. Wir freuen uns auf deinen Besuch!

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Lena Deimann

Lena Deimann ist seit Mai 2021 Teil des ALTHERR-Teams. Gestartet ist sie als Social Media Managerin und hat unter anderem den ALTHERR YouTube-Kanal betreut, auf dem sie regelmäßig spannende Videos über Uhren hochgeladen hat. Neben Uhren begeistert sich Lena aber auch für Schmuck. Seit Oktober 2022 ist sie als Projektmanagerin tätig und baut zusammen mit Isabella Mastrangelo den Schmuckbereich bei ALTHERR auf.

4 Comments

  1. Wirklich ein interessanter Beitrag. Viele der genannten Sachen wusste ich noch gar nicht. Umso besser, dass ich jetzt detaillierter informiert bin. Wir möchten nämlich ein paar unserer Schmuckstücke ankaufen lassen, da sie uns ein gutes Kapital bringen würden.

  2. Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Meine Ehefrau und ich planen, Gold zu kaufen, um eine gewisse finanzielle Absicherung zu haben. Wir sind eher traditionell unterwegs, weshalb wir diese Art der Anlage bevorzugen. Hoffentlich finden wir ein gutes Angebot.

  3. Toller Beitrag! Gold ist wirklich faszinierend. Seine zeitlose Eleganz und Wertbeständigkeit machen es zu einem einzigartigen Vermögenswert. Deine Zusammenfassung von elementarem Wissen über Gold ist informativ und leicht verständlich. Es ist beeindruckend, wie Gold nicht nur als Schmuck, sondern auch als sichere Anlage dient. Danke für die klaren Einblicke!

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