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Das macht die neue TUDOR Monarch so besonders

April 14, 2026 | Lesedauer: 6 Minuten
Autor: Peter Schober | 3 Kommentare | oacsspl

Die diesjährige Watches and Wonders hat heute offiziell mit einem lauten Knall feierlich ihre Tore eröffnet. Viele Uhrenhersteller haben bereits am Abend zuvor die Neuheiten veröffentlicht, welche auf der Messe zu begutachten sind. TUDOR hat als einer von wenigen Vertretern der Messe mit der Veröffentlichung der neuen Modelle bis zum Messebeginn gewartet. Dies hat nicht nur die Fans eingeheizt, sondern sorgte auch für einen extrem hohen Spannungsbogen. Wir haben dir eine Übersicht der TUDOR-Neuheiten zusammengestellt.

Da ich die neue Black Bay 58 bereits vorgestellt habe, möchte ich mich in diesem Beitrag einem meiner persönlichen Highlights widmen: der neuen TUDOR Monarch. Erfahre in diesem Beitrag alle Details zur Uhr, was sie meiner Meinung nach so besonders macht und warum ich sie als einzigartig innerhalb des aktuellen TUDOR Line-Ups ansehe.

Wristshot der TUDOR Monarch vor hellem Hintergrund mit beigem Hemd.
Bildquelle: ALTHERR
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Zahlen – Daten – Fakten – Wie steht es um die TUDOR Monarch?

Wie in gewohnter Manier möchte ich dir zu Beginn des Beitrags die Proportionen der Uhr etwas genauer vorstellen. So hat die neue TUDOR Monarch einen Gehäusedurchmesser von 39 Millimetern und eine doch recht flache Bauhöhe von 11,9 Millimetern. Auf den ersten Blick handelt es sich hierbei also um sehr stimmige Proportionen, welche von vielen Handgelenken sehr gut getragen werden können. Vor allem mit dem Durchmesser von knapp unter 40 Millimetern handelt es sich hier um ein Unisex-Modell, welches von beiden Geschlechtern gleichermaßen getragen werden kann.

Bildquelle: ALTHERR

Hergestellt wurde die neue Monarch aus klassischem Edelstahl und wird auch nur am Stahlband ausgeliefert. Aktuell gibt es also nur eine Variante der Uhr. Das Besondere am Gehäuse ist, dass es facettiert wurde. Dadurch erhält es nicht nur eine besondere Form, sondern manifestiert auch seine Einzigartigkeit innerhalb der TUDOR-Uhrenkollektion. Die Lünette selbst wurde poliert und sorgt so für glänzende Akzente. Die besondere Formgebung bzw. Designsprache führt sich auch im Band der Monarch fort. So besteht dieses aus einem Wechselspiel an polierten und satinierten Elementen. 

TUDOR Monarch auf Uhrenkissen einer Uhrenrolle vor grauem Hintergrund
Bildquelle: ALTHERR

Alles in allem hat die Uhr zwar ein sehr elegantes Erscheinungsbild, wirkt aber doch eher sportlich. Wasserdicht ist die Uhr bis zu einer Tiefe von 100 Metern. Dadurch ist sie den Herausforderungen des Alltags sehr gut gewappnet. Der Träger muss also keine Angst haben, dass die Uhr bei einem sommerlichen Regenschauer Schaden nimmt. Ich persönlich finde die Wasserdichtigkeit vollkommen ausreichend. Bei 50 Metern Wasserdichtigkeit hätte ich hin und wieder zwar noch ein schlechtes Gefühl, wohingegen ich bei 100 Metern keinen Gedanken mehr daran verschwende.

Bildquelle: ALTHERR

Die Geschichte der TUDOR Monarch

Zum 100-jährigen Jubiläum präsentiert sich die neue TUDOR Monarch unter dem visionären Leitmotiv „100 Jahre jung“ – eine Hommage, die Historie nicht bloß verwaltet, sondern dynamisch neu interpretiert. Die Uhr fungiert dabei als mechanische Zeitreise durch die Evolution der Marke: Während die markanten Gehäuse-Elemente die Eleganz der 1930er-Jahre zitieren, greifen das Armband und die Bandanstöße die robuste Formsprache der 1950er auf. Vollendet wird dieses eklektische Design durch ein Zifferblatt, das den Geist der 1960er- und 70er-Jahre atmet und der Monarch somit einen einzigartigen Charakter verleiht, der ein ganzes Jahrhundert Uhrmacherkunst in einem modernen Zeitmesser vereint.

Bildquelle: ALTHERR

Die Inspiration für die TUDOR Monarch kam nicht von ungefähr, sondern ist tief in den Wurzeln der Unternehmensgeschichte verankert. Der Farbton der Uhr soll an Papyrus erinnern, welcher in der Antike bzw. im alten Ägypten häufig Verwendung gefunden hat. Dieser Farbton unterstreicht den klassischen Look der Monarch und bringt zusammen mit dem facettierten Gehäuse und dem hochkonturierten Armband eine uralte Ästhetik in die Moderne. Ein halbes Jahrhundert lang handelte es sich bei ihr um einen wahren Klassiker im TUDOR-Portfolio – nicht zuletzt wegen des besonderen Auftretens. Dieser Klassiker ist nun bereit, in der Moderne zu begeistern.

Bildquelle: ALTHERR

METAS-zertifizierte Ganggenauigkeit

Angetrieben wird die neue TUDOR Monarch vom METAS-zertifizierten Automatikkaliber MT5662-2U. Das Uhrwerk selbst bietet bei Vollaufzug eine Gangreserve von 65 Stunden. Dies ist meiner Meinung nach vollkommen ausreichend, da, wenn die Uhr sehr oft getragen wird, diese ohnehin durch die Bewegungen des Handgelenks aufgezogen wird. Wer seine Uhren regelmäßig wechselt und diese für längere Zeit in der Uhrenbox verwahrt, muss die Uhr ohnehin vor dem Tragen aufziehen bzw. neu stellen. 

Das Besondere an dem Uhrwerk ist neben der METAS-Zertifizierung das hochwertige Finishing. So wurde das neue Uhrwerk nicht nur perliert und mit Genfer Streifen versehen, sondern hat auch eine edle 18-Karat-Goldeinlage auf dem Rotor erhalten. Dieses hochwertige Finishing lässt sich jederzeit begutachten, da die Uhr mit einem Saphirglas-Sichtfenster ausgestattet wurde.

Gehäuseboden der TUDOR Monarch in Nahaufnahme mit Saphirglas Sichtfenster
Bildquelle TUDOR

Skelettierte Zeiger kombiniert mit California-Dial

Neben der besonderen Gehäuseform punktet TUDOR bei diesem neuen Modell auch mit einem einzigartigen Zifferblatt. So wurde das Zifferblatt mit zwei verschiedenen Arten von Ziffern besetzt. Während sich von 10 bis 2 römische Ziffern befinden, wird die Gegenseite von arabischen Ziffern geziert. Bei der 3-Uhr- bzw. 9-Uhr-Position befinden sich lediglich strichförmige Indizes. Dies sorgt auch für eine visuelle Trennung des Zifferblatts. 

Neben den Indizes weisen auch die verbauten Zeiger eine Besonderheit auf: Zwar handelt es sich bei ihnen um die wohlbekannten Snowflake-Zeiger, doch wurden diese erstmals fein skelettiert und unterstreichen so den besonderen Charakter des Zifferblatts.

Bildquelle: ALTHERR

Die Sekundenanzeige wurde als kleine Sekunde ausgeführt und befindet sich an der 6-Uhr-Position. Diese wird von den beiden Schriftzügen „Master Chronometer“ und „Swiss Made“ umrahmt. Auf eine Datumskomplikation wurde bei diesem Modell bewusst verzichtet, was es umso interessanter für Uhrenfans von klassischen Dreizeigermodellen macht. Wie bereits zuvor erwähnt, orientiert sich die Farbe des Zifferblatts am Papyrus. Dieses wird jedoch durch die schwarzen Zeiger und Indizes sehr stark kontrastiert und ist somit sehr gut ablesbar. Ideal also für all jene, für die eine hohe Ablesbarkeit sehr wichtig ist.

Zifferblatt der TUDOR Monarch mit römischen und arabischen Indizes in Nahaufnahme.
Bildquelle: TUDOR

Die Bepreisung der TUDOR Monarch

Zu guter Letzt kommen wir noch zur Bepreisung der neuen TUDOR Monarch. Preislich befindet sich diese nämlich knapp über der magischen 5.000-€-Grenze. So veranschlagt TUDOR für dieses neue und einzigartige Modell aktuell einen Listenpreis von 5.400 € (Stand: April 2026). Durch die Tatsache, dass der Schweizer Uhrenhersteller mit diesem Modell ein wirklich einzigartiges Exemplar im Portfolio geschaffen hat, welches nicht nur mit einem einzigartigen Design überzeugt, sondern auch mit METAS-Zertifizierung und einem Saphirglas-Sichtfenster, werden Fans des Modells wahrscheinlich darüber hinwegsehen können, dass sich dieses knapp über der magischen Grenze befindet.

Bildquelle: ALTHERR
Longines Hydroconquest
beworbener Magazin-Beitrag

Mein Fazit zur neuen TUDOR Monarch

Mit der neuen TUDOR Monarch hat es der Uhrenhersteller einmal mehr bewiesen, dass es ihm gelingt, Jahr für Jahr für Spannung im eigenen Produktportfolio zu sorgen. Besonders beeindruckend ist dabei die Fähigkeit, historische Designelemente nicht einfach nur zu zitieren, sondern sie gezielt mit moderner Uhrmacherkunst zu verbinden und dadurch etwas Eigenständiges zu schaffen. Genau diese Balance aus Tradition und Innovation macht den Reiz der Monarch aus.

Die Uhr hebt sich klar vom restlichen Line-up ab und zeigt, dass TUDOR bereit ist, gestalterisch neue Wege zu gehen, ohne dabei die eigene Identität aus den Augen zu verlieren. Vor allem das Zusammenspiel aus der außergewöhnlichen Gehäuseform, dem markanten Zifferblatt im California-Style und der hochwertigen technischen Ausstattung sorgt dafür, dass die Monarch nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich überzeugt.

Für mich ist die neue Monarch daher weit mehr als nur eine weitere Modellneuheit – sie ist ein klares Statement dafür, in welche Richtung sich TUDOR entwickeln kann. Eine Uhr, die nicht für die breite Masse konzipiert ist, sondern gezielt Sammler und Liebhaber anspricht, die das Besondere suchen.

Mit diesem Modell unterstreicht TUDOR einmal mehr, dass man sich längst aus dem Schatten von Rolex gelöst hat und eine eigenständige, selbstbewusste Designsprache etabliert. Jahr für Jahr gelingt es der Marke, ihr Können unter Beweis zu stellen und gleichzeitig die Erwartungen der Fans nicht nur zu erfüllen, sondern oft sogar zu übertreffen.

Ich bin mir sicher, dass die Monarch ihren Platz in der Kollektion vieler Uhrenliebhaber finden wird und wir sie schon bald häufiger „in freier Wildbahn“ sehen werden. Ein weiteres Highlight im Angebot von TUDOR ist die TUDOR Pelagos FXD GMT. Warum diese Uhr mich total umhaut, erfährst du in einem gesonderten Beitrag.

Jetzt bist du dran: Wie gefällt dir die TUDOR Monarch? Schreib’s mir gerne in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Meinung!

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Peter Schober

Hallo zusammen, mein Name ist Peter, und ich liebe es, in die faszinierende Welt der Uhren einzutauchen. Uhren sind für mich nicht nur schlichte Zeitmesser; vielmehr vereinen sie für mich die perfekte Symbiose aus Kunst, Technik und persönlichem Stil.

Ob es sich um Vintage-Modelle mit ihrem nostalgischen Charme handelt oder um moderne Kreationen, die Innovation und Ästhetik verbinden – jede Uhr erzählt ihre eigene Geschichte. Die Handwerkskunst, die in der Herstellung steckt, fasziniert mich genauso sehr wie die Vielfalt der Designs.

Uhren sind für mich nicht nur Accessoires; sie sind Zeitzeugen unseres Lebens. Der Blick auf mein Handgelenk erinnert mich nicht nur an die Tageszeit, sondern auch an besondere Momente, die ich mit bestimmten Uhren verbinde. Diese emotionale Verbindung vertieft meine Leidenschaft für Uhren noch mehr.

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