
Die japanische Uhrenmanufaktur Grand Seiko präsentierte auf der diesjährigen Watches & Wonders das Modell SBGW323. Es zählt zur beliebten Heritage-Kollektion. Beim neuen Modell handelt es sich um eine moderne Interpretation des Designs der legendären Grand Seiko 44GS. Als Inspiration für die zart violette Farbe des Zifferblatts diente diesmal die Kiri-Blume aus der japanischen Präfektur Iwate.
Bei den Abmessungen hielten sich die japanischen Ingenieure gekonnt zurück: Der Durchmesser beträgt 36,5 Millimeter. Im Inneren der Uhr arbeitet das zuverlässige mechanische Handaufzugswerk 9S64.

Zahlen, daten und Fakten

- Referenz: SBGW323
- Werk: mechanisches Aufzugswerk 9S64
- Gangreserve: 72 Stunden
- Gehäuse: Edelstahl
- Durchmesser: 36,5 Millimeter
- Bauhöhe: 11,6 Millimeter
- Lug-to-Lug: 42,7 Millimeter
- Glas: Saphirglas
- Wasserdichtigkeit: 100 Meter
- Gewicht: 132 Gramm
- Band: Edelstahlband mit Faltschließe
- Preis: 6000 Euro (Stand April 2025)
Die Grand Seiko SBGW323 Kiri im Detail
Die Kiri-Pflanze, die im Frühjahr in zartem Violett erblüht, ist die offizielle Blume der Präfektur Iwate und stand Pate für die Zifferblattfarbe der SBGW323.
Das neue Modell der Heritage-Kollektion verfügt über das charakteristische Zifferblattmuster des Mount Iwate, fein reproduziert durch ein Druckverfahren, das die Bergkämme darstellt, die durch die Fenster des Grand Seiko Studio Shizukuishi sichtbar sind. Um möglichst viel Raum für Farbe und Struktur zu lassen, verzichtet die Grand Seiko SBGW323 „Kiri“ auf ein Datumsfenster und zeigt ausschließlich die Zeit an.
Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und hat einen Durchmesser von 36,5 Millimetern. Die Bauhöhe beträgt angenehme 11,6 Millimeter, und auch bei der Lug-to-Lug-Länge hielten sich die Ingenieure mit 42,7 Millimetern zurück. Die SBGW323 ist mit einem gewölbten Saphirglas ausgestattet und verfügt über einen massiven Gehäuseboden aus Edelstahl, der das berühmte Löwen-Emblem von Grand Seiko trägt. Die Wasserdichtigkeit beträgt 100 Meter. Ergänzt wird die Uhr durch ein fein verarbeitetes Edelstahlarmband mit Dreifach-Faltschließe und Druckknopfmechanismus.

Das Werk der Grand Seiko SBGW323 Kiri
Im Inneren der neuen Grand Seiko SBGW323 verrichtet das Kaliber 9S64 seinen Dienst – ein mechanisches Handaufzugswerk, das für seine Präzision und Zuverlässigkeit bekannt ist. Es schlägt mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (8 Schläge pro Sekunde) und verfügt über 24 Lagersteine.
Hervorzuheben ist die Gangreserve von beachtlichen 72 Stunden. Diese Leistung wird durch eine lange und robuste Antriebsfeder aus der SPRON-Legierung ermöglicht, die für stabile Ganggenauigkeit und hohe Langlebigkeit sorgt.
Die durchschnittliche tägliche Abweichung des Kalibers 9S64 liegt unter kontrollierten Bedingungen zwischen -3 und +5 Sekunden pro Tag. Bei normaler Nutzung kann die Genauigkeit je nach Tragegewohnheiten, Temperatur und anderen Faktoren leicht variieren.

My two Cents
Die Grand Seiko SBGW323 ist für mich ein Paradebeispiel für die harmonische Verbindung von traditioneller Uhrmacherkunst und modernem Design. Mit ihrem eleganten 36,5-Millimeter-Gehäuse, dem sanft schimmernden „Kiri“-Violett auf dem fein texturierten Mount-Iwate-Zifferblatt und dem bewährten Handaufzugswerk Kaliber 9S64 verkörpert sie Understatement, Präzision und Stil auf höchstem Niveau. Der Verzicht auf ein Datumsfenster zugunsten einer puristischen Gestaltung unterstreicht die Konzentration auf das Wesentliche, nämlich die Zeit. Technisch überzeugt das Werk mit einer starken Gangreserve, hervorragender Genauigkeit und einer hochwertigen Verarbeitung, wie man sie von Grand Seiko erwartet.
Die SBGW323 ist nicht nur ein stilvoller Begleiter im Alltag, sondern auch ein Ausdruck feinsinniger Wertschätzung für Details, Naturinspiration und japanisches Handwerk. Diese Uhr ist für alle Enthusiasten, die ihren Sinn für Understatement stilvoll zum Ausdruck bringen möchten
Deine Meinung ist gefragt!
Wie gefällt dir die neue Grand Seiko SBGW323 „Kiri“? Zu viel, zu wenig Farbe oder genau der richtige Frischekick? Lass uns deine Meinung gerne in den Kommentaren da!

Harald Saller
Mein Einstieg in die Welt der Uhren verdanke ich einem Film. Als Kind war ich fasziniert von dem actionreichen Streifen "Le Mans" mit Steve McQueen. Dank ihm wurde die Heuer Monaco zu einer Ikone in der Uhrenwelt. Dieses Modell markierte 2009 meinen Einstieg in die Welt der Premium- und Luxusuhren.
In den vergangenen zwei Jahren habe ich mich intensiv mit Uhren, ihren Techniken und Geschichten auseinandergesetzt. Ich schaue vor allem gerne hinter die Kulissen.
Aber was ist eigentlich das Faszinierende an Uhren? Ich könnte jetzt eine lange Liste erstellen, um zu erklären, warum Uhren ein tolles Hobby sind. Letztendlich sind es jedoch die positiven Emotionen, die Armbanduhren in mir auslösen. Als Journalist versuche ich, diese Emotionen in meinen Texten unseren Leserinnen und Lesern näherzubringen.