
Mit der TUDOR Black Bay Kollektion bietet die Marke eine Produktlinie, die nicht nur mit einer hochwertigen Verarbeitung glänzt, sondern auch eine große Auswahl für jeden Geschmack bereithält. Ein Teil dieser Kollektion ist die blaue TUDOR Black Bay 58, die ich im aktuellen Beitrag des ALTHERR-Magazins für euch genauer unter die Lupe nehme. Schafft es die Uhr zu überzeugen, oder verfliegt die anfängliche Euphorie am Ende des Beitrags? Wir werden sehen …

Die Geschichte der TUDOR Black Bay 58
Die Wurzeln der Black Bay Kollektion reichen bis in die 1950er-Jahre zurück, als TUDOR seine ersten Taucheruhren auf den Markt brachte. Modelle wie die Oyster Prince Submariner mit der Referenz 7922, die 1954 erschien, legten den Grundstein für das charakteristische Design, das auch heute noch in der Black Bay Kollektion zu finden ist. Besonders markant sind die sogenannten „Snowflake“-Zeiger, die erstmals in den späten 1960er-Jahren auftauchten und seither ein unverwechselbares Merkmal von TUDOR-Taucheruhren sind.
Im Jahr 2012 präsentierte TUDOR die erste moderne Black Bay, die schnell zu einem weltweiten Erfolg wurde. Sie vereinte die charakteristischen Designelemente früherer Modelle mit moderner Technik und hochwertigen Materialien. Ein weiterer wesentlicher Meilenstein war die Einführung der Manufakturwerke. 2020 knüpfte TUDOR schließlich mit der aktuell vorgestellten Black Bay 58 an den Erfolg der Linie an.


Das Design der TUDOR Black Bay 58 „Navy Blue“
Bevor wir uns die inneren Werte der Uhr genauer ansehen, widmen wir uns dem Erscheinungsbild des Zeitmessers. Schnell fällt auf – sie zieht die Blicke förmlich auf sich. Durch die Kombination aus polierten und satinierten Flächen spielt die blaue Black Bay 58 mit verschiedenen Lichteinstrahlungen. Während die satinierten Flächen eher matt und zurückhaltend wirken, sorgen die polierten Stellen für ein wahres Funkeln in den Augen. Abgerundet wird dieses harmonische Erscheinungsbild durch die leicht anglierten Kanten, die für einen schönen Übergang sorgen.

Referenznummer: M79030B-0001
Durchmesser: 39 mm
Höhe: 11,90 mm
Bandbreite: 20 mm
Material: Edelstahl
Glas: Saphirglas
Wasserdichtigkeit: 200 Meter
Kaliber: MT5402
Gangreserve: 70 Stunden
Preis: 4.150 € (Stand: Januar 2025)
Doch nicht nur die Kombination aus polierten und satinierten Stellen sorgt für Staunen, sondern auch die Maße der Uhr. Die blaue TUDOR Black Bay 58 hat einen Gehäusedurchmesser von 39 Millimetern und eine Bauhöhe von 11,90 Millimetern. Von Horn zu Horn misst die Uhr sportliche 47 Millimeter. Alles in allem lässt sich die Uhr durch ihre ausgewogenen Proportionen auch an schmaleren Handgelenken sehr gut tragen. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass die Uhr von beiden Partnern getragen werden kann – doch das ist nur meine persönliche Einschätzung. Hier kommt natürlich auch der individuelle Geschmack ins Spiel.



Die Details der TUDOR Black Bay 58 „Navy Blue“
Was mich an der TUDOR Black Bay 58 wirklich fasziniert, ist ihre Detailfreude, insbesondere die Aufzugskrone. Diese hat nicht nur eine angenehme Haptik und lässt sich leicht greifen (wodurch die Uhr einfach aufzuziehen ist), sondern sie glänzt auch mit der historischen TUDOR-Rose, die als Relief eingearbeitet wurde.
Ein weiteres Highlight zeigt sich beim Armband. Dieses überzeugt nicht nur – wie das Gehäuse – mit polierten und satinierten Flächen, sondern trägt auch die bekannte Nietenoptik. Zugegeben, diese spaltet die Community: Manche lieben sie, andere weniger. Geschmäcker sind eben verschieden, und das ist auch gut so. Mir persönlich gefällt die Nietenoptik sehr.
Neben diesen Details begeistert die TUDOR Black Bay 58 auch mit ihren typischen „Snowflake“-Zeigern. Diese sind – genau wie die Indizes – mit weißer Leuchtmasse gefüllt und sorgen für eine harmonische Optik. Ergänzt wird das Gesamtbild durch das mattblaue Zifferblatt und die farblich abgestimmte Lünette. Letztere ist, wie es sich für eine Taucheruhr gehört, einseitig drehbar und besitzt eine 60-Minuten-Graduierung. Mein einziger Kritikpunkt: Ich würde mir wünschen, dass die Schriftzüge im unteren Bereich des Zifferblatts überarbeitet werden. Meiner Meinung nach sind die drei Zeilen etwas zu viel und nehmen mehr Raum ein, als nötig wäre.


Das Kaliber MT5402 im Inneren der TUDOR Black Bay 58
Angetrieben wird die blaue TUDOR Black Bay 58 vom Manufakturkaliber MT5402. Dieses Automatikuhrwerk arbeitet mit einer Frequenz von 4 Hz (28.800 Halbschwingungen pro Stunde). Es bietet eine zentrale Anzeige für Sekunden, Minuten und Stunden. Das fehlende Datum mag für manche ein Nachteil sein, erweist sich im Alltag jedoch als praktisch, da die Uhr schnell und unkompliziert eingestellt werden kann.
Bei Vollaufzug bietet das Werk eine Gangreserve von 70 Stunden. Seine Präzision hat TUDOR durch die COSC-Zertifizierung als Chronometer unter Beweis gestellt. Seit der Einführung des Kalibers im Jahr 2018 wird es nicht nur in der Black Bay 58, sondern auch in der TUDOR Ranger verbaut.


Mein Fazit zur TUDOR Black Bay 58 „Navy Blue“
Die TUDOR Black Bay 58 „Navy Blue“ ist der perfekte Begleiter für jeden Anlass – eine echte GADA-Watch („Go Anywhere, Do Anything“). Mit ihrem zeitlosen Design, der kompakten 39-mm-Größe und der robusten Verarbeitung verbindet sie Vintage-Charme mit moderner Technik. Ob im Büro, beim Sport oder auf Reisen – dank der 200 Meter Wasserdichtigkeit und der erstklassigen Verarbeitung ist sie jeder Situation gewachsen. Das hauseigene MT5402-Manufakturwerk sorgt für Präzision und eine beeindruckende Gangreserve von 70 Stunden. Die vielseitige Eleganz des tiefblauen Zifferblatts macht sie sowohl zu einem stilvollen als auch funktionalen Alltagsbegleiter. Eine Uhr, die man bedenkenlos überall tragen kann – und genau dafür gemacht ist.
Doch wie stehe ich persönlich zur Uhr? Würde ich sie mir kaufen? Um ehrlich zu sein, gefällt mir die TUDOR sehr gut, allerdings sehe ich auch starke Konkurrenz innerhalb der Black Bay Produktlinie. Ein kurzer Blick zur Seite, und schon fällt mein Blick auf die GMT-Variante der Black Bay, die zwar die gleichen Maße besitzt, jedoch zusätzlich eine Datums- und GMT-Funktion bietet. Keine Frage – sie sind nicht direkt vergleichbar, dennoch stellt die GMT eine attraktive Alternative dar. Auch Marken wie Longines und NOMOS Glashütte bieten in dieser Preisklasse hervorragende Uhren.
Abschließend muss ich sagen: Was klassische Dreizeiger-Uhren betrifft, bin ich bereits bestens versorgt. Daher schafft es die blaue Black Bay 58 zwar nicht auf meine persönliche Wunschliste, bleibt aber dennoch eine fantastische Wahl für all jene, die einen zuverlässigen, stilvollen und vielseitigen Alltagsbegleiter suchen.
Wie gefällt euch die blaue TUDOR Black Bay 58? Habt ihr sie bereits in eurer Sammlung? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

Peter Schober
Hallo zusammen, mein Name ist Peter, und ich liebe es, in die faszinierende Welt der Uhren einzutauchen. Uhren sind für mich nicht nur schlichte Zeitmesser; vielmehr vereinen sie für mich die perfekte Symbiose aus Kunst, Technik und persönlichem Stil.
Ob es sich um Vintage-Modelle mit ihrem nostalgischen Charme handelt oder um moderne Kreationen, die Innovation und Ästhetik verbinden – jede Uhr erzählt ihre eigene Geschichte. Die Handwerkskunst, die in der Herstellung steckt, fasziniert mich genauso sehr wie die Vielfalt der Designs.
Uhren sind für mich nicht nur Accessoires; sie sind Zeitzeugen unseres Lebens. Der Blick auf mein Handgelenk erinnert mich nicht nur an die Tageszeit, sondern auch an besondere Momente, die ich mit bestimmten Uhren verbinde. Diese emotionale Verbindung vertieft meine Leidenschaft für Uhren noch mehr.
Ich besitze die blaue BB58, eine klasse Uhr, kann ich sehr empfehlen 👍
Natürlich bei Altherr gekauft, wo sonst ;-)!?
Das freut mich, wenn du mit der Uhr zufrieden bist. 😊
Hi Peter,
anfänglich hatte ich echt ein Problem mit dem Snowflake-Zeiger. Und was ist dann passiert?
Tudor brach dann letztes Jahr die BB 58 GMT (Coke) heraus und ich war sofort geflasht.
Es war die Kombi aus den Farben, die nicht knallig sind sondern auf den Punkt abgestimmt.
Die Uhr ist Metas zertifiziert. Hat zwar „nur“ 39mm Durchmesser ist aber klasse flach.
Die von dir jetzt hier vorgestellte BB 58 sieht zwar klasse aus, da ich aber eine andere BB noch im Blick habe und schon recht viele Blau in der Sammlung habe, wird diese Uhr es wohl nicht schaffen mich nachhaltig zu begeistern.
Auch fehlt mir bei dieser wieder das Datum. Aber wen eine klassische Dreizeiger Uhr sucht, dem kann ich das Teilchen nur wärmstens ans Herz legen. Auch bei Tudor trifft für mich „noch“ zu, das man auch hier noch viel Uhr für sein Geld bekommt. Frage ist nur wie lange man diesen subjektiven Aspekt mit Tudor noch in Verbindung bringt (Preissteigerungen in der Branche generell).
Hey Mirko – verstehe ich vollkommen. Wenn man schon genügend Blau hat und auch noch eine andere BB im Blick hat, wird es die Navy Blue schwer haben. Wichtig ist, dass du für dich das passende Modell wählst.
Ich bin auch sehr glücklich mit der BB58, trage allerdings auch gerne blau. Denke das ist Voraussetzung😉 ansonsten kann ich das rubber strap blue von Baltic im tropic look empfehlen. Passt wirklich perfekt dazu.
Hallo Simon, das ist doch das Wichtigste, dass dir die Uhr gefällt und sie sehr viel Tragezeit bekommt. 😊