
Ich stelle dir heute eine Uhr vor, die in der Uhrenwelt für ordentlich Gesprächsstoff sorgen wird: die neue Longines HydroConquest 2026. Es gibt zwei Größen, fünf Farben, ein völlig neues Milanaise-Band und – was am wichtigsten ist – ein deutlich verbessertes Gesamtpaket. Ich habe die neue HydroConquest jetzt einige Zeit am Handgelenk tragen können und muss ehrlich sagen: Die Uhr hat mich echt überrascht.
Longines hat meine ohnehin schon hohen Erwartungen an die Marke und dieses spezifische Modell übertroffen. Besonders erfreulich ist, dass Longines preislich deutlich bodenständiger geblieben ist, als ich es im aktuellen Marktumfeld zu hoffen gewagt hatte. In diesem Artikel erkläre ich dir im Detail, warum diese Uhr für 2.150 Euro eine der spannendsten Neuheiten des Jahres ist.

Zwei Größen und mein klarer Favorit am Handgelenk
Die neue Generation der HydroConquest kommt in zwei Gehäusevarianten auf den Markt: 39 mm und 42 mm. Das Besondere dabei ist, dass beide Modelle eine identische Höhe von nur 11,7 mm messen. Für einen echten Diver mit einer Wasserdichtigkeit von 30 bar (300 Meter) ist das bemerkenswert flach. Die Bauweise macht die Uhr zu einem echten „Dress-Diver“, der nicht klobig wirkt, sondern elegant unter die Manschette rutscht.
Beim Tragetest an meinem 17,5-cm-Handgelenk hat sich die 39er-Variante als mein absoluter Favorit herauskristallisiert – sie trägt sich für mich einfach perfekt. Der Lug-to-Lug liegt hier bei 48,1 mm. Die 42er-Variante mit einem Lug-to-Lug von 51,2 mm ist für meinen Geschmack einen Tick zu präsent, richtet sich aber klar an Träger mit größeren Handgelenken oder an diejenigen, die bewusst auf einen markanten Oversized-Look stehen. Dennoch: Für die meisten Handgelenke wird die 39er der richtige Griff sein, da sie die Balance zwischen Präsenz und Komfort meisterhaft hält.
Das neue Zifferblatt-Design: Wenn weniger einfach mehr ist
Die auffälligste Änderung gegenüber dem Vorgängermodell ist zweifellos das Zifferblatt. Longines ist hier einen mutigen Schritt gegangen: Weg von den großen arabischen Ziffern, hin zu einem sehr cleanen Mix aus aufgesetzten Indexformen. Wir sehen jetzt Rechtecke an den Stunden, runde Indizes auf 6 und 9 Uhr sowie ein klassisches Dreieck auf der 12-Uhr-Position. Das Datum sitzt gewohnt auf 3 Uhr.
Es gibt ein Detail, das ich beim Tragen wirklich schätzen gelernt habe: die abgerundeten Ecken bei den Indizes und dem Datumsfenster. Das klingt auf dem Papier nach einer Kleinigkeit, macht optisch aber einen riesigen Unterschied. Die Uhr wirkt dadurch viel ausgereifter und harmonischer, ohne ihre sportliche Identität zu verlieren.
Farblich hast du die Wahl zwischen Schwarz, Dunkelblau, Grün und Eisblau. Die ersten drei sind hochglänzend lackiert, was für eine enorme Tiefe sorgt. Das Eisblau kommt exklusiv mit einem Sonnenschliff daher. Mein persönlicher Favorit? Ganz klar das Grün. Die Tiefe dieser Farbe in Kombination mit der grünen Keramiklünette ist einfach stark, wobei sich das dunkle Blau und das klassische Schwarz keineswegs dahinter verstecken müssen.
Eine Lünette, die preislich weit nach oben boxt
Die einseitig drehbaren Keramiklünetten kommen passend in fünf Farben: Schwarz, Dunkelblau, Grün, Königsblau und Schiefergrau. Diese Ton-in-Ton-Kombinationen sorgen dafür, dass die Uhr als Einheit absolut geschlossen wirkt. Was mich aber wirklich beeindruckt hat – und das ist für mich ein Kernaspekt der neuen Qualität –, ist die Haptik der Lünette.
Das System stammt ursprünglich vom Ultra-Chron Diver und wurde für die HydroConquest nochmals deutlich verbessert. Die Klicks rasten satt und präzise ein, die Drehbewegung fühlt sich exakt richtig an. Ich sage das aus voller Überzeugung: Ich habe schon Taucheruhren jenseits der 5.000-Euro-Marke in der Hand gehabt, deren Lünetten haptisch schlechter abgeschnitten haben als das, was Longines hier abliefert.
Das Gehäuse selbst bleibt dabei seinem funktionalen Charakter treu: Es ist konsequent gebürstet, lediglich der Stahl-Außenring der Lünette ist poliert. Wer ein verspieltes Gehäuse erwartet, wird hier enttäuscht, aber wer Klarheit und absolute Alltagstauglichkeit schätzt, bekommt genau das. Vollständig gebürstete Flächen haben zudem handfeste Vorteile: weniger sichtbare Fingerabdrücke und weniger Sorgen wegen kleiner Kratzer.
Endlich ein Armband auf Top-Niveau und das Milanaise-Highlight
Lange Zeit war das Armband der HydroConquest ein kleiner Kritikpunkt unter Sammlern. Doch Longines hat hier geliefert. Das neue H-Link-Stahlband, das wir so ähnlich schon von der GMT-Version kennen, liegt wunderbar angenehm am Handgelenk. Es ist komplett gebürstet und fügt sich nahtlos in das moderne Design ein. Besonders praktisch im Alltag: Die Sicherheitsfaltschließe bietet eine mehrstufige Schnellverstellung – ein Segen im Sommer oder wenn man sportlich aktiv ist.
Die wirkliche Überraschung ist jedoch das neue Milanaise-Band, das für einen Aufpreis von 100 Euro (also 2.250 Euro Gesamtpreis) erhältlich ist. Und glaub mir, das ist kein gewöhnliches Milanaise. Die Unterseite besteht aus massiven Stahlelementen in Mesh-Optik.
Das Band lässt sich über entnehmbare Elemente in der Länge verstellen, was bedeutet: keine überstehenden Enden, keine Fummelei. Ich kenne deutlich teurere Milanaise-Konstruktionen von Luxusmarken, die dieses Problem schlechter lösen als Longines. Wenn du den Look magst, bekommst du hier für den Aufpreis etwas wirklich Besonderes geboten.
Technik unter der Haube: Das Kaliber L888.5
Im Inneren der HydroConquest arbeitet das Longines Automatik-Kaliber L888.5. Es basiert auf einem bewährten ETA-Kaliber, wird aber für Longines so umfangreich modifiziert, dass man fast von einem eigenen Werk sprechen kann – Verzierung, Montage und Reglage finden sogar im eigenen Haus in Saint-Imier statt.
Die technischen Eckdaten sind für diesen Preisbereich eine Ansage: Du bekommst 72 Stunden Gangreserve. Das heißt in der Praxis: Du ziehst die Uhr am Freitagabend aus, legst sie am Montagmorgen wieder an, und sie läuft immer noch. Dazu kommt eine Silizium-Spirale, die die Uhr unempfindlich gegenüber Magnetfeldern macht – heute wichtiger denn je. Dass Longines hier eine Magnetfeldresistenz bietet, die zehnmal höher ist als die ISO-Norm 764, unterstreicht den Qualitätsanspruch. Einen Glasboden gibt es zwar leider nicht, dafür aber einen massiven, verschraubten Boden mit einer edlen Gravur der Weltkarte und dem historischen Longines-Logo.

Warum 2.150 Euro ein richtig guter Deal ist
Alle Varianten am Standard-Stahlband kosten 2.150 Euro, unabhängig von der Größe oder Farbe. Wenn man bedenkt, dass der Vorgänger zuletzt bei 1.950 Euro lag, hält sich der Preissprung absolut im Rahmen – vor allem, wenn man sieht, was man zusätzlich bekommt. Wir reden hier von einer Keramiklünette, aufgesetzten Indizes, einem Top-Werk mit Silizium-Spirale, 300 Metern Wasserdichtigkeit, einem deutlich verbesserten Armband und einer Lünetten-Haptik, die weit über ihrer Preisklasse spielt.
Hier bricht Longines angenehm mit dem aktuellen Trend der immer krasseren Preiserhöhungen in der Branche. Die Uhr wirkt optisch und haptisch deutlich hochwertiger, als ihr Preisschild vermuten lässt. Das ist „Value for Money“ in seiner besten Form.
Für wen ist die neue HydroConquest die richtige Wahl?
Nach meiner Zeit mit der Uhr sehe ich drei Gruppen, für die diese Longines das perfekte Match ist:
Für Einsteiger: Wenn du deine erste wirklich hochwertige Schweizer Luxusuhr suchst und ein Qualitätslevel willst, das du spüren kannst, ohne direkt fünfstellige Beträge auszugeben.
Für Preis-Leistungs-Jäger: Wenn du eine Uhr einer renommierten Marke mit Historie suchst, aber nicht bereit bist, 5.000 oder 7.000 Euro zu bezahlen.
Für erfahrene Sammler: Wenn du einen neuen „Daily Driver“ suchst. Eine Uhr für jeden Tag, bei der man keine „Kratzer-Paranoia“ haben muss, die sich aber in der Uhrenbox neben deutlich teureren Stücken absolut nicht verstecken muss.
Longines hat hier ein Paket geschnürt, das Land und Meer, Abenteuer und Eleganz perfekt vereint. Egal ob du dich wie Henry Cavill an der Küste Teneriffas bewegst oder einfach eine verlässliche Uhr für das Büro suchst – die neue HydroConquest liefert ab.
Wie gefallen dir die neuen Longines HydroConquest Modelle? Und welches Modell ist dein Favorit? Schreib es mir unter diesen Beitrag in die Kommentare! Und falls du die Uhr in Aktion sehen willst: Das umfangreiche Video-Review dazu kannst du dir hier anschauen.
Johannes Karisch
Hallo zusammen, ich bin Johannes. Als Video-Content Manager versorge ich euch hier und auf all unseren Kanälen mit Uhren Videos. Bei ALTHERR startete ich 2021 als Sales Manager und wollte schon immer vor der Kamera Menschen für Uhren begeistern.
Meine Lieblingsuhr ist die OMEGA Moonwatch und meine Grail-Watch die Vacheron Constantin Overseas Dual Time Everest.




Ja die wird mich dann nicht begleiten , leider kein unterschied zur gmt bis auf den gmt Zeiger . Schade dachte die 4. Longines darf Einzug halten 😩
Siehste das kommt davon wenn man nicht zu Ende guckt 😝 iceblue am milanese Band entzückt mich dann doch 🥰
Mir fehlt da doch eine Version mit schwarzem Zifferblatt und Olivgrüner Lünette, als historische Reminiszenz.
Wie auch bei der GMT stören mich hier die Indexpunkte bei der sechs und neun im Gesamtbild der anderen Stundenmarker. Ansonsten sind die Abmaße und Materialien sehr gefällig und somit ein super Preis-Leistungs Verhältnis gegeben.
Jetzt wird die Auswahl eines Daily Diver wirklich schwierig, auf der Liste stehen schon die Certina und die Mido und jetzt noch die Hydro Conquest.
Also eine dieser 3 muss dieses Jahr noch in die Sammlung.👍🏻😊