
Es ist ein Paukenschlag zum Jahresbeginn 2026: OMEGA erweitert die legendäre Moonwatch-Kollektion um ein Design, das unter Sammlern seit Jahrzehnten Kultstatus genießt. Das „Reverse Panda“-Zifferblatt zieht in die reguläre Kollektion ein. Wir hatten die exklusive Gelegenheit, die neue Moonwatch ausführlich zu testen. In diesem Hands-On erklären wir, warum diese Uhr mehr als nur eine neue Farbvariante ist.
Die Speedmaster Professional ist zweifellos eine der wichtigsten Uhren der Geschichte. Doch während das Modell über Jahrzehnte hinweg vor allem für sein funktionales, mattes Design bekannt war, geht OMEGA nun einen ganz neuen Weg. Nach dem Erfolg der weißen Speedmaster im Jahr 2024 markiert die neue „Reverse Panda“ (Referenz 310.30.42.50.01.004 in Edelstahl) den nächsten Meilenstein in der Evolution der Moonwatch.

„Reverse Panda“ – ein Zifferblatt, das Tiefe neu definiert
Schon beim ersten Kontakt mit der Edelstahl-Variante wird deutlich, dass OMEGA hier einen enormen Aufwand betrieben hat. Der Begriff „Reverse Panda“ beschreibt ein schwarzes Zifferblatt mit weißen Hilfszifferblättern. Doch die Umsetzung bei dieser neuen Generation ist alles andere als klassisch. Anstatt auf die gewohnte, körnige Textur der Standard-Moonwatch zu setzen, glänzt dieses Modell mit einem tiefschwarzen, lackierten Finish.
Die Konstruktion des Zifferblatts basiert auf einer aufwendigen Doppelplatine. Die obere Schicht ist in einem satten, polierten Schwarz gehalten, das durch über 20 Schichten Lack eine spiegelglatte Oberfläche erhält. Die drei Totalisatoren – die kleine Sekunde sowie die 30-Minuten- und 12-Stunden-Zähler – sind präzise ausgeschnitten und geben den Blick auf die darunterliegende, weiß lackierte Ebene frei.
Dieser zweistufige Aufbau erzeugt einen faszinierenden 3D-Effekt, der die Uhr am Handgelenk lebendig wirken lässt. Um den Kontrast zu perfektionieren, wurden die Hilfszifferblätter mit hauchfeinen, rhodinierten Rahmen versehen, die das Licht bei jeder Bewegung einfangen.
Die Ablesbarkeit, oft ein Kritikpunkt bei kontrastreichen Zifferblättern, ist hier auf höchstem Niveau. Die Zeiger sind ebenfalls rhodiniert und mit weißer Super-LumiNova gefüllt, was einen scharfen Kontrast zum glänzenden Schwarz bildet. Es ist diese Liebe zum Detail, die die „Reverse Panda“ optisch deutlich über die reguläre Moonwatch-Serie hebt.
Die Technik: Bewährtes im neuen Gewand
Unter dem glänzenden Äußeren arbeitet das OMEGA Co-Axial Master Chronometer Kaliber 3861. Dieses Handaufzugswerk ist das Ergebnis jahrzehntelanger Perfektionierung des legendären Kalibers 321, das bereits die Astronauten auf dem Mond begleitete. Durch die METAS-Zertifizierung garantiert das Werk nicht nur eine Ganggenauigkeit von 0 bis +5 Sekunden pro Tag, sondern ist auch bis zu 15.000 Gauß magnetresistent. Mit einer Gangreserve von 50 Stunden ist die Uhr ein zuverlässiger Begleiter für den Alltag.
Das Gehäuse behält die ikonischen 42 mm Durchmesser bei und bietet durch die bewährte Ergonomie einen hervorragenden Tragekomfort. Bei der Edelstahl-Version kommt das moderne Armband im „Nixon-Stil“ zum Einsatz, das durch polierte Zwischenglieder eine elegante Note erhält. Die Schließe ist mit dem patentierten Comfort-Release-System ausgestattet, das eine werkzeuglose Feinjustierung um ca. 2,3 mm ermöglicht – ein Segen für den Tragekomfort an langen Tagen.
Exkurs: Der goldene Traum in Moonshine™-Gold
Für Liebhaber von Edelmetall bietet OMEGA die „Reverse Panda“ auch in 18 K Moonshine™-Gold an (Referenz 310.60.42.50.01.002). Diese Legierung ist etwas blasser als herkömmliches Gelbgold und wirkt dadurch zeitloser und weniger aufdringlich. Während das Zifferblattkonzept identisch bleibt, bestehen hier die Indizes und Zeiger aus massivem Gold.
Eine interessante technische Lösung findet sich beim zentralen Chronographen-Sekundenzeiger: Dieser ist aus Gewichtsgründen lediglich PVD-beschichtet, um die präzise Mechanik des Kalibers 3861 nicht durch ein zu hohes Trägheitsmoment zu belasten. Mit einem stattlichen Gewicht von 215 Gramm ist diese Uhr eine physische Erinnerung an den Wert, den man am Handgelenk trägt. Dieses besondere Modell hat einen Preis von 47.800 Euro.
Der Vergleich: „Reverse Panda“ vs. klassische Moonwatch
Viele Fans stellen sich die Frage: Was unterscheidet die neue „Reverse Panda“ eigentlich genau von der klassischen Moonwatch Saphirglas-Variante?
Der offensichtlichste Unterschied ist das Finish des Zifferblatts. Während die klassische Moonwatch ein mattes Zifferblatt besitzt, das Licht schluckt, ist das neue Modell ein „Lichtfänger“. Der Glanzlack wirkt deutlich luxuriöser und rückt die Uhr näher in Richtung einer „Dress-Watch“, jedoch ohne ihre sportlichen Wurzeln zu verleugnen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Lünette. Die klassische Speedy setzt auf ein Aluminium-Inlay, das historisch korrekt ist, aber im Alltag anfälliger für Kratzer sein kann. Die „Reverse Panda“ hingegen nutzt eine hochmoderne Keramik-Lünette mit einer Skala aus weißem Emaille. Dies sorgt nicht nur für dauerhaften Glanz, sondern macht die Uhr auch deutlich widerstandsfähiger.
Zudem kommen die neuen Modelle ausschließlich mit dem „Box-Form“ Saphirglas – eine Hesalit-Option (Plexiglas) gibt es hier nicht. Damit positioniert OMEGA die „Reverse Panda“ ganz klar als das Premium-Modell innerhalb der Stahl-Kollektion.
Die Preisfrage: Sind 10.100 Euro gerechtfertigt?
Kommen wir zum Elefanten im Raum: der Preisgestaltung. Die neue OMEGA Speedmaster „Reverse Panda“ in Edelstahl wird für 10.100 Euro auf den Markt kommen. Zum Vergleich: Die aktuelle klassische Moonwatch mit Saphirglas liegt bei 8.700 Euro. Wir sprechen also von einem Aufpreis von 1.400 Euro für ein – technisch gesehen – identisches Gehäuse und Uhrwerk.
Ist dieser Anstieg gerechtfertigt? Die Argumente für OMEGA liegen auf der Hand: Das Zifferblatt ist durch die Doppelplatinen-Konstruktion und die 20 Lackschichten in der Herstellung deutlich aufwendiger als das Standard-Blatt. Hinzu kommt die Keramik-Lünette mit Emaille-Skala, die ebenfalls teurer in der Produktion ist als das herkömmliche Aluminium-Inlay.
Dennoch ist die psychologische Grenze von 10.000 Euro für eine Speedmaster in Edelstahl ein Statement. OMEGA positioniert sich damit immer deutlicher im Segment der absoluten Luxus-Chronographen und rückt preislich näher an Konkurrenten wie die Rolex Daytona heran.
Für den Sammler stellt sich die Frage: Zahlt man hier für echte Mehrwerte oder für die Exklusivität eines begehrten Designs? In Anbetracht der Tatsache, dass ähnliche Designs bisher oft nur in limitierten Editionen mit enormen Wertsteigerungen zu finden waren, werden viele Fans den Aufpreis wahrscheinlich als „Eintrittskarte“ in einen exklusiven Club akzeptieren.

Fazit: Das neue Gesicht einer Legende
Die neue OMEGA Speedmaster Moonwatch „Reverse Panda“ ist ein echter Design-Hit: Sie behält den legendären Look der Mondlandung bei, wirkt aber durch das Zifferblatt deutlich edler als das Standardmodell. Ob der Aufpreis der „Reverse Panda“-Moonwatch im Vergleich zur klassischen Moonwatch letztendlich gerechtfertigt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Und dennoch: Trotz des stolzen Preises von über 10.000 Euro ist die „Reverse Panda“ definitiv eine der spannendsten Neuvorstellungen der letzten Jahre.
Wie gefällt dir die neuen OMEGA Speedmaster Moonwatch „Reverse Panda“? Und wie siehst du den Preisanstieg der Uhr? Schreib es uns unter diesen Beitrag in die Kommentare!
Felix Janner
Hey Freunde, ich bin Felix! Meine Reise bei ALTHERR hat im Jahr 2020 als Freelancer begonnen. Angefangen habe ich damit, Artikel für das Magazin zu schreiben sowie den Instagram-Account von ALTHERR zu führen. Mittlerweile habe ich eine Ausbildung im E-Commerce angefangen und meine Aufgaben sind deutlich vielfältiger. Dennoch hält es mich nicht davon ab, hin und wieder mal einen knackigen Artikel für euch zu verfassen.



